Frau Regine Sixt

im Interview

Liebe Frau Sixt,
Sie sind eine sehr engagierte Persönlichkeit, umso mehr möchten wir uns bei Ihnen bedanken, dass Sie sich für unsere „besonderen Kinder“, so nennen wir die Kinder mit Handicap, Zeit genommen haben.

Momo: Integration und Inklusion sind zurzeit wichtige Themen und in aller Munde. Wie sieht in Ihren Augen eine gelungene Inklusion und Integration aus?

Inklusion und Integration sind jeweils sehr wichtige und herausfordernde Aufgaben für Schulen und Gesellschaft. Gelungen sind sie dann, wenn wirklich jedes Kind mit allen Besonderheiten die gleichen Chancen auf eine gute, erfolgreiche Zukunft erhält. Dazu braucht es ein entsprechendes Verständnis für die speziellen Herausforderungen sowie eine aufgeschlossene und engagierte Haltung. Und natürlich ein ganzheitliches Konzept, das über Kindergarten oder Schule hinausgeht und alle Beteiligten – Kinder, Eltern und Lehrer – mitnimmt.

Momo: Wenn Sie unsere gesellschaftlichen Strukturen beeinflussen könnten, was wäre Ihr erstes Anliegen?

Ich würde mir wünschen, dass jedes Kind auf der Welt die Möglichkeit auf eine umfassende Schulbildung, eine gute gesundheitliche Versorgung und ein mindestens normales Leben hat. Leider ist dem aber noch lange nicht so. Daher setzen wir uns in unserer Stiftungsarbeit ganz besonders in den vier Bereichen Gesundheit, Bildung, Nothilfe und Fürsorge ein. Denn jedes Kind hat ein Recht darauf, gut beschützt und umsorgt aufzuwachsen, um in eine aussichtsreiche Zukunft zu starten.

Momo: Schon immer unterstützen Sie Kinder in Not aus aller Welt. Zu diesem Zweck gründeten Sie die Stiftung „Tränchen Trocknen“. Gab es eine Situation oder Begegnung mit Kindern, die Sie besonders berührt hat, die eine Assoziation zu der Namensgebung der Stiftung „Tränchen Trocknen“ beigetragen hat?

Durch meine Arbeit bin ich rund um den Globus viel auf Reisen. Ich treffe viele interessante Menschen, mache wertvolle Erfahrungen – und sehe leider auch viel Elend. Kinder in Not leiden am meisten, das hat mich immer sehr geschmerzt. Sie sind das höchste Gut unserer Welt und brauchen am meisten Unterstützung. Also gründete ich die Stiftung „Tränchen Trocknen“, um möglichst vielen Kindern zu helfen. Der Name entstand in einer Kinderkrebsstation, als ich einen weinenden Jungen auf den Arm nahm und fragte, was ich denn für ihn tun könne. Der Kleine antwortete: „Trockne mir doch meine
Tränen!“

Momo: Das Magazin Momo ist für Eltern und Kinder, die besonders sind. Es soll Mut machen und eine Plattform bieten, auf der Eltern und Betroffene die Möglichkeit haben, sich auszutauschen. In zahlreichen Gesprächen mit betroffenen Eltern ist festzustellen, dass auch Angehörige und Freunde in ihrem Leben eine andere Wertigkeit erfahren. Wir freuen uns sehr, dass auch wir von Momo unseren Beitrag leisten dürfen, um Ihre Stiftung „Tränchen Trocknen“ zu unterstützen. Haben Sie eine Lebensphilosophie für unsere kleinen und großen Leser?

Ich glaube fest daran, dass in jeder Herausforderung auch immer eine Chance liegt. Dazu ist es wichtig, nicht an sich zu zweifeln und sich von niemandem als von sich selbst – auch nicht von der Gesellschaft – Grenzen aufzeigen zu lassen. Man muss mit Respekt und Wertschätzung für sich und für andere beständig seinen Weg gehen. So habe ich mein Leben stets gelebt und diesen Rat gebe ich gern weiter.

„TRÄNCHEN TROCKNEN“
Die Regine Sixt Kinderhilfe Stiftung
Mail: kinderhilfe@sixt.com
Spendenkonto:
Regine Sixt Kinderhilfe Stiftung
IBAN: DE 19 7007 0010 0746 5008 00
Verwendungszweck: „Tränchen Trocknen“